Naturheilpraxis Angela Will
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Wichtige Organon-Paragraphen

 

Im Organon hat Samuel Hahnemann (1755-1843) die gesamte Methodik der von ihm begründeten Homöopathie niedergelegt Dieses Werk enthält alles an theoretischem Wissen und praktischen Anweisungen, was man zur Ausübung der Homöopathie braucht. Das Organon wird deshalb oft auch als die „Bibel“ der Homöopathen bezeichnet.

  

 

§1

 

„Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt“

 

 

Kommentar:

 

Hahnemann benennt als Ziel der ärztlichen Bemühungen, das Gesundmachen kranker Menschen, er spricht nicht davon, Krankheiten zu heilen.

Dies ist ein wichtiger Punkt zum Verständnis der Homöopathie, bei der immer der kranke Mensch und nicht die Krankheit im Mittelpunkt steht.

 

 

§2

 

Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit…auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachteiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen.

 

 

Kommentar:

 

Hahnemann fordert in diesem Paragraphen, dass der Mensch in seiner Gesamtheit geheilt werden soll und nicht nur einzelne Symptome zum Verschwinden gebracht werden dürfen. Die Heilung muss schnell, sanft und dauerhaft sein und „nach deutlich einzusehenden Gründen“ durchgeführt werden.

 

Dies bedeutet für Hahnemann, dass der Therapeut nach dem „Ähnlichkeitsprinzip“ und nach den im Organon dargelegten Regeln ein für den Patienten passendes Mittel auswählen soll.

 

 

§3

 

Sieht der Arzt deutlich ein, was an Krankheiten …zu heilen ist, sieht er deutlich ein, was an Arzeneien…das Heilende ist und weiß er nach deutlichen Gründen das Heilende der Arzneien dem was er an dem Kranken unbezweifelt Krankhaftes erkannt hat so anzupassen, dass Genesung erfolgen muss… kennt er endlich die Hindernisse der Genesung in jedem Fall und weiß sie hinwegzuräumen…so versteht er zweckmäßig und gründlich zu handeln und ist ein ächter Heilkünstler.

 

 

Kommentar:

 

Dieser Paragraph ist einer der wichtigsten  im ganzen  Organon, denn er beschreibt, auf welchen drei Hauptsäulen die Kunst des Heilens beruht und was von einem Therapeuten an Wissen und Können vorausgesetzt wird:

 

  • Er muss die Gesundheitsstörung und das, was zu heilen ist, erkennen, wobei unbedingt auch klinische Kenntnisse über Gesundheit und Krankheit erforderlich sind.

  • Er muss die in Frage kommenden Arzneien kennen; d.h. er muss wissen, welche Symptome diese bei der Arzneimittelprüfung am Gesunden hervorgerufen haben. Erst dann kann er nach dem „Ähnlichkeitsgesetz“ das für den jeweiligen Kranken passende Mittel auswählen. Weiterhin muss er in der Lage sein, die für den jeweiligen Krankheitsfall individuell passende Potenz und Dosierung des gewählten Mittels festzulegen.

  • Das passende Mittel in der richtigen Dosierung gegeben heißt noch lange nicht, dass der Patient gesund wird. Genesung kann erst eintreten, wenn möglichst alles, was einer Heilung entgegen steht beseitigt wird (z.B. ungesunde Ernährung und Lebensweise, zuviel beruflicher oder privater Stress, Umweltgifte und vieles mehr).

    Besonders in dieser Hinsicht ist die aktive und engagierte Mitarbeit des Patienten unerlässlich, denn hier kann der Therapeut lediglich beratende Hilfestellung geben.

     

    All diese Punkte gilt es zu berücksichtigen und zu beherrschen, damit ein Therapeut zum „ächten Heilkünstler“ wird

 

 

§153

 

„Bei dieser Aufsuchung eines homöopathisch specifischen Heilmittels, das ist, bei dieser Gegeneinanderhaltung des Zeichen-Inbegriffs der natürlichen Krankheit gegen die Symptomenreihen der vorhandenen Arzneien um unter diesen eine, dem zu heilenden Uebel in Ähnlichkeit entsprechende Kunstkrankheits-Potenz zu finden, sind die auffallendern, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen (charakteristischen) Zeichen und Symptome des Krankheitsfalles, besonders und fast einzig fest in`s Auge zu fassen; denn vorzüglich diesen müssen sehr ähnliche, in der Symptomenreihe der gesuchten Arznei entsprechen, wenn sie die passendste zur Heilung sein soll. Die allgemeinen und unbestimmtern: Esslust-Mangel, Kopfweh, Mattigkeit, unruhiger Schlaf, Unbehaglichkeit u.s.w. verdienen in dieser Allgemeinheit und wenn sie nicht näher bezeichnet sind, wenig Aufmerksamkeit, da man so etwas Allgemeines fast bei jeder Krankheit und jeder Arznei sieht“

 

 

Kommentar:

 

Dieser Paragraf ist neben §3 einer der wichtigsten im Organon.

 

Man muss bei jedem Fall das Charakteristische, das Auffallende und Besondere erkennen, um dann im Vergleich mit den in den Arzneimittelprüfungen am Gesunden aufgetretenen und in den Materiae Medicae beschriebenen Symptomen, das passende Heilmittel zu finden.

Allgemeine Symptome wie z.B. Appetitmangel, Müdigkeit, schlechter Schlaf sind nur dann von Bedeutung, wenn sie näher bezeichnet werden (z.B.: Müdigkeit direkt nach Aufwachen; seit Krankheitsbeginn kein Appetit auf frisches Obst o.ä.).

 

Um diesen Vergleich erfolgreich durchführen zu können, sind – wie in §3 beschrieben – fundierte Kenntnisse sowohl der Krankheiten (incl. schulmedizinischem Wissen) als auch der homöopathischen Arzneimittel und deren Wirkungen erforderlich.  

 

 

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Nach §3 des deutschen Heilmittelwerberechtes  weise ich darauf hin, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden um Verfahren der Erfahrungsmedizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.

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